Testbericht Quantec Race CC Disc

Auf Basis des bewährten Race CC aus dem Hause Quantec ging 2010 als weitere Evolutionsstufe der Race CC Disc hervor.

Test in Dauerbearbeitung seit November 2010: 

Der Race CC Disc kommt mit einigen Änderungen, gegenüber dem nach wie vor erhältlichen, Vorgänger daher : sehr dezente Schutzblech- und Gepäckträgerösen, sowie Discaufnahme. Dadurch wird er quasi zur eierlegenden Wollmilchsau: ideales Wintertrainingsrad, perfekte Wettkampfmaschine für CX-Rennen, Ranndonneur oder auch als Basis für den Aufbau eines Reiserades. 

Foto zeigt  einen Prototypen: die Serie ist disconly, also ohne Cantisockel.

Technische Daten-Aubau:

Die Bremsscheiben weisen eine Größe von 160 mm auf. Die Bengalbremssättel sind kombiniert mit Ultegra 6700 STI. Ergebnis : perfekter Druckpunkt. Als Reifen habe ich Continental Speed in 42 mm Breite montiert, der Hinterbau lässt dies problemlos zu. Einmal auf das Rad eingestellt, können feste Schutzbleche innerhalb von 2-3 Minuten befestigt werden. Am Sitzrohr verschraube ich das Blech mit einem Elite VIP-Clip. Der Rahmen hat auf ausdrücklichen Wunsch der Teamfahrer vom Crossladen, die schon mit dem Vorgänger unterwegs waren, keinen Steg zwischen den Kettenstreben, um die überragende Matschfreiheit nicht zu beeinträchtigen. Weil ich das Rad für Alltagsfahrten, als auch für Training bei Regen nutze, Rennen aber ohne Bleche fahre, nehme ich Flügelschrauben zum schnelleren Montieren. Das Rahmengewicht liegt in gepulverter Version für die Größe 57 Cm bei sehr guten 1530 Gramm(inkl. Flaschenhalterschrauben, Zugführung, Stellschrauben am Unterrohr, Ausfallende), damit ist er nach wie vor einer der leichtesten Alurahmen am Markt. Die eloxierte Variante wird noch einmal rund 150 Gramm leichter sein.

Fahrbericht.

Gewohnt agil gibt sich das Rad schon auf den ersten Metern mit einer crosspezifischen Geometrie, d.h. das Oberrohr ist deutlich kürzer als bei einem Rennrad vergleichbarer Größe, dies schafft einen besseren Überblick im Gelände und ermöglicht es  mit angewinkelten Armen Fahrbahnunebenheiten optimal auszugleichen. Der Rahmen gibt sich im Gelände steif, ohne übertriebene Härte. Nach kurzer Einfahrtszeit begeistern die Scheibenbremsen mit tollem Druckpunkt und bestem Naßbremsverhalten. Das wird im Cx-Sport bald Standard!  Eine Hydraulik vermisse ich eigentlich nicht. Die schmalen Pneus können ohnehin nicht viel mehr Bremskraft vertragen. Die Züge des Bremsystems habe ich innerhalb 12 Monaten nicht tauschen müssen, obwohl das Rad gerade bei schlechtem Wetter besonders oft ran musste. Gerade bei Regen oder Schnee ist es deutlich entspannter die langen Abfahrten hier an der Mosel zu bestreiten. Zweimal habe ich im Testzeitraum den Belagverschleiss am Bremssattel nachgestellt.

Sonstiges:

Das Baukastensystem lässt wenig offene Wünsche:  Gruppen aller drei großen Hersteller, Dynamonaben, ein- oder mehrfarbige Beschichtungen, Lowiderdisc- Vollcarbon- sowie Alucarbongabeln. 

Rahmenhöhen  : 51 (geslopt) , 54, 57, 60 Cm

Plus
- geringes Gewicht, ca. 1500 Gramm in Rahmenhöhe 57 Cm, gepulvert.
- unendliche Konfigurationsmöglichkeiten durch 500 Ralfarben, sowie Wunschaufbau.
- Ösen für zwei Flaschenhalter.
- Race CC bereits mehrfacher Testsieger u.a. Magazin Tour und Magazin Procycling.
- überragendes Naßbremsverhalten.
- dezente Ösen für Gepäckträger und Schutzbleche.
- extrem robuste Oberfläche.
- weniger Bastelarbeit an den Bremsen

Minus

- noch nicht als Carbon-oder SLR-Version erhältlich.
- am Sitzrohr könnte eine Öse für noch schnellere Montage der Bleche sorgen.
- nicht in Grösse 63 Cm verfügbar
- manchmal Chaos bei den Lieferzeiten, -terminen 

 

Update:

Ab  2013 wird auch eine noch leichtere Version (ca150 Gramm) in schwarzer Eloxierung verfügbar sein. Zwischenzeitlich sind schon viele CC Disc unterwegs, die meisten mit Avid BB 7, alle begeistern mit sehr guten Resultaten. 


Fotos : Crossladen.com

 
Test des Vorgängers
Test des Vorgängers 2
Tests des Vorgängers 3 
Test des Vorgängers 4

 

 

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