Mini-V

FRM DP4

Vorteile:

  • Schnelle Montage und Wartung
  • Kein Quietschen, nicht bei unterschiedlichen Alufelgen, nicht bei unterschiedlichen Carbonfelgen
  • Schneller Wechsel der Beläge möglich
  • Keine "welcher Belag passt zu welcher Felge" –Sucherei und Rumgeteste. Mini-V bremst immer, auch bei Nässe oder Schnee - Selbst für Carbonfelgen ist kein Belagtausch von Nöten
  • Günstiger Preis
  • Günstige Ersatz- und Verschleißteile (es passen alle gängigen V-Brakebeläge nach der 0D Shimanonorm in die Bremsschuhe der Tektrobremsen; bei Camapgnolo passen nur Campabeläge. Da lohnt evtl. eine Umrüstung der Bremsschuhe , denn selbst No-Name Beläge bremsen bestens)
    Original Campabeläge halten sehr lange
  • Schnellste Einstellung auf unterschiedliche Felgenbreiten
  • Einstellmöglichkeit bei verbogenen Cantisockeln
  • Kein Schleifen im normalen Fahrbetrieb. Auch nicht mit einem wenig seitensteifen 12 Speichen-Vorderrad
  • Leichtes Ein-und Aushängen ,weil die Federn nicht so stark sind wie bei Frogleggs.
  • Keinerlei Bremsrubbeln oder Bocken der Gabel.
  • Keine krasse Umgewöhnung von modernen Rennrad- oder Mtb-Bremsen auf veraltete Cantilever.
  • Ideal für kleine Hände.
  • Verstellbare Pipes benötigt man nicht unbedingt, wenn man Zusatzhebel fährt. Es sei denn, man möchte die Bremse so einstellen, dass fast kein Leerweg am Bremshebel vorhanden ist.  Die verstellbaren Pipes sind aber sinnvoll, um die Laufräder schneller ein-und ausbauen zu können. Außerdem stellt man den Belagverschleiß daran nach.
  • Es ist keine Rolle zur Anpassung der Übersetzung wie bei der Verwendung normaler V-Brakes nötig.
  • Mit etwas Tuning ist das Gewicht gleichzusetzen mit anderen Systemen, weil z.b Cablehanger (a 20 Gramm)entfallen.
  • Ersatzteile erhältlich; bei Frogglegs ist die Ersatzteilbeschaffung eine Katastrophe

Nachteile:

  • der Druckpunkt ist nicht so definiert wie bei Cantilever-Bremsen
  • geringerer Abstand Felge - Bremsbelag
  • Laufradwechsel dauert 2-5s länger als bei Cantis.

Troubleshooting Mini-V 

Allgemeine Hinweise

  1. Flutschen die Züge? 
  2. Testen ob der Bremszug leicht durch jede der Hüllen läuft. Gibt es zu enge Radien bei den Hüllen? 
  3. Ist die Federspannung hoch genug?
  4. Beläge zu weich? kann bei Koolstop der Fall sein.
  5. Stehen die Bremsarme senkrecht, wenn der Belag auf die Felge trifft? 
  6. Manchmal kann eine Flexpipe Abhilfe schaffen, wenn die Hülle den Bremsarm wegdrückt. 
  7. Bewegen sich die Bremsarme frei auf den Cantileversockeln? Oft ist Lack darauf! Falls ja: wegschmirgeln. 
  8. Bei älteren Rahmen mit größerem Abstand der Cantisockel, muss mit den Beilagscheiben angepasst werden. 

 

Bremse geht einseitig: 
  1. Sind beide Federn in die der gleichen Aufnahme des Rahmens? 
  2. Seitlich an den Bremsarmen befindet sich eine kleine Schraube. Dreht man diese rein ,bewegt sich der entsprechende Bremsarm etwas von der Felge weg: 
Bremsbelag bleibt plötzlich an der Felge kleben: 
  1. Manche Felgen haben eine Rinne als Verschleissanzeige(z.B. Aksium).Manchmal führt diese Rinne dazu, dass der Belag darin hängenbleibt,weil sich eine Art Bund gebildet hat.Diesen Bund einfach wegschleifen. 
  2. In der Pipe kann sich Schmutz sammeln, zum Entfernen einfach die Stellschraube abrehen und mit Teflonöl durchspülen. 
  3. Das Tefloninnenröhrchen kann verschleissen -Austausch ist einfach möglich . 

Druckpunkt

Der Druckpunkt ist nicht so definiert wie bei einer Rennradbremse. Die Bremskraft ist aber vergleichbar. Es ist normal, dass der Bremshebel im Stand noch etwas nachgezogen werden kann. Im Fahrbetrieb wird man nie so fest ziehen. Dies macht sich auch kaum bemerkbar. Nach 2-3 Fahrten hat sich bis jetzt Jeder daran gewöhnt. Da die Eigenbewegung der Zugaußenhülle eine wichtige Rolle spielen kann, muss die unter dem Lenkerband verlegte Hülle zusätzlich mehrfach straff am Lenker befestigt sein, bis sich beim Zug am Bremsgriff nichts mehr verformt. Ohne Lenkerband kann man das gut prüfen. Der Druckpunkt wird auch noch etwas besser, wenn man die Beläge leicht abgebremst hat. Durch Einbau flexibler Pipes verbessert sich dieser ebenfalls. Diese werden seit November 2008 bei uns Standardmäßig ausgeliefert. Der Druckpunkt lässt sich durch folgende Maßnahmen verbessern:
Verwendung druckstabiler Außenhüllen, wie z.B. Kombihüllen: Artikelnummer 94. Oder Verwendung von "Nokonaußenhüllen ".

Optimale Einstellung der Bremsarme

die Hebel sollten senkrecht stehen, wenn der Belag die Felge berührt. Dazu kann es nötig sein eventuell eine dünne U-Scheibe zusätzlich zu verbauen (auf der felgenzugewandten Seite des Bremsarmes) Bei Bremsen mit schlechterem Druckpunkt, lässt sich dieser mit einer Rolle zur Anpassung der Übersetzung verbessern.
Der Druckpunkt ist bei Verwendung von Sram- und Campagnolobremshebeln deutlich definierter als bei Shimano-STIs.

Verglaste Beläge lassen sich mit Schmiergelleinen oftmals wieder „entglasen“. Achtung: Die offene Seite des Bremsschuhs ist immer nach hinten zu montieren! Fremdkörper sollten auch unverzüglich aus den Belägen entfernt werden.

Montageanleitung

Fetten Sie vor der Bremsmontage die Cantileversockel von Gabel und Rahmen.
Danach sollten sie dies einmal jährlich wiederholen. Die Buchsen der Bremsen sollten insbesondere im Winter regelmässig mit Wachs vor Korossion geschützt werden. Die Schrauben zur Befestigung der Bremsarme sollten mit einem Schraubensicherungslack versehen werden (Bei den meisten Fabrikaten ist dieser schon aufgebracht). Kontrollieren Sie diese Schrauben regelmäßig auf festen Sitz. Nutzen Sie zur Befestigung Aluschrauben, dann beachten Sie unbedingt die Drehmomente. Achtung: Die Befestigungsschrauben der Tektrobremsen müssen für die Verwendung an manchen Gabeln gekürzt werden - so z.B. bei der 4ZA-Python-Gabel. Auf keinen Fall mit Gewalt reindrehen!

Ridley empfiehlt 14-15mm lange Bolzen für Gabeln mit Standardsteuersätzen und 20 mm lange Bolzen für die Gabeln mit integriertem Steuersatz. Die Schrauben können einfach mit einer Säge auf das erforderliche Maß gekürzt werden. Die Verpackungstüten der Bremsen sind von uns beschriftet mit V für Vorderrad und H für Hinterrad. Außerdem weisen die Bremsschuhe einen Pfeil auf, der die Fahrtrichtung angibt. Anzugsmoment für die Befestigungsschrauben und Muttern: 7Nm. Die beste, stärkste Leistung bringen die Bremsen, wenn die Bremsarme senkrecht stehen, zum Zeitpunkt wenn die Beläge an der Felge anliegen.

Bei sehr geringem Abstand von Lenker zu Bremse, empfiehlt sich die Verwendung von verstellbaren Flexspipes. Drehen Sie in jedem Fall die Pipes bei der Erstmontage schon etwas heraus, dies erleichtert den Ein-Ausbau der Laufräder. Es kann sinnvoll sein, die Federn der Campagnolobremsen in das oberste Loch des Cantileversockels einzubauen. Die Bremsarme haben jeweils eine kleine Schraube (Kreuzschlitz bei Campa, Inbus bei Tektro ), um die Bremsen mittig zu stellen. Drehst man die Schraube auf der rechten Seite rein, erhöht man rechts die Federspannung und der rechte Arm bewegt sich mehr von der Felge weg. Der linke Arm bewegt sich dabei zur Felge hin. Drehen an den Schrauben bewirkt also eine Änderung im Ganzen!
Die Originalcampabeläge sitzen sehr eng in den Bremsschuhen, sie flutschen besser in den Bremsschuh, wenn man etwas Öl als Gleitmittel benutzt.

Hinweise zu den einzelnen Mini-V-Modellen:
Campagnolobremsen: Bei manchen Rädern kann es sinnvoll sein die Federn ins oberste Loch von Rahmen und/oder Gabel einzuhängen.
Tektro: Bremse nie ins oberste Loch einhängen, die Federn sind dafür zu stark!

Ausführliche Bedienungsanleitung:
http://www.paul-lange.de/produkte/shimano/support/Handbuecher_Explosionszeichnungen/2007/SI_GE/B740A_GE.PDF
http://www.tektro.com/04support/pdf/LINEARPU.PDF

Modellübersicht

Alle Gewichte sind ohne Pipes und ohne Schrauben aber mit Belägen.

Bremse Gewicht Besonderheiten
Campagnolo Mirage 186 Gramm ist immer schwarz
Campagnolo Veloce 163 Gramm ist immer silber
Tektro Rx5 148 Gramm schwarz oder silber, stärkere Federn
Tektro Rx5 116 Gramm schwarz oder Silber, stärkere Federn, mit Tunig-Kit von http://www.crossladen.de
FRM DP4 TI 128 Gramm  
Promax 163 Gramm  
XLC 166 Gramm Kunststoffbuchsen
Avid 102 Gramm Getuned

Vorteile Tektro-gegenüber Campagnolo:

  • Federn sind viel stärker
  • besserer Druckpunkt
  • kein Schleifen an der Felge - auch im Matsch zieht die Bremse immer sicher zurück
  • geringeres Gewicht
  • es passen Beläge nach dem Shimanostandard. .Campagnolobeläge unverschämt teuer. 
  • Tektrobremsen sind günstiger. Zum Preis einer Veloce bekommt man noch ein Tuningkit dazu, was den Gewichtsvorteil der Tektro noch erhöht. 

 

Achtung: Nicht alle Tektromodelle sind identisch! Es gibt die Tektros mit und ohne Cartridge-Belägen.